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Hoher Dörnberg |
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Deutschland
- Hessen - Habichtswald -Landkreis Kassel |

Kartenausschnitt |
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14. April
2009 |
Eine
Wanderung im Naturpark Hoher Dörnberg zu den
Naturdenkmälern Blumenstein (Wichtelkirche),
Hoher Dörnberg (579 m), Hohlestein, Immelburg
und Helfensteine
ECO Pfad Archäologie
Dörnberg
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Die ca. 4-stündige Wanderung beginnt
und endet am Parkplatz 'Auf dem Dörnberg', der von
den
Ortschaften Zierenberg oder Calden-Ehrsten kommend über
die Landstraße L3214 erreicht wird.
Auf dem markierten
Alpenpfad (1) geht es ca. 2,5 km auf diesem
weiter,
bis die Abzweigung zur "Wichtelkirche"
(Wegweiser) erreicht
ist
|
Tipp: Mit
Klick auf oder das Bild selbst,
lassen sich die mit gekennzeichneten
Bilder vergrößern |

Blick vom Alpenpfad auf die
Stadt Zierenberg, die am Fuße des Schreckenberg
liegt.
Die Flächen des Hohen Dörnberg stehen unter Naturschutz,
da sie als beweideter Kalkmagerrasen eine reiche
Artenvielfalt an Orchideen, Primeln und Enzianen
aufweisen. Eine Wachholder- Buschlandschaft
prägt das Landschaftsbild. Das weitläufige
Viehweidegebiet wird als Segelfluggelände genutzt.

... ab hier noch ca. 2 km dem Alpenpfad
(1) folgen ...
Der Alpenpfad am Hohen Dörnberg wurde vom Gebirgs- und
Heimatverein der
Stadt Zierenberg in den Jahren 1947 - 1949 erbaut und
führt auf einer Höhe von 380 m
über dem Meeresspiegel ohne nennenswerte Anstiege und
Gefällstrecken um den
'Kleinen Dörnberg' herum

... Blick vom Alpenpfad hinauf zum
so genannten 'Kleinen Dörnberg'

... vorbei an mit echten
Schlüsselblumen übersäten Weideflächen

Die Echte Schlüsselblume (Primula
veris, Syn.: Primula officinalis) ist eine
Pflanzenart,
die zur Gattung der Primeln (Primula) gehört.

Am Wegweiser "Jägerpfad (2) -
Wichtelkirche" vom Alpenpfad rechts abbiegen und über
einen schmalen Verbindungspfad bis zum 'Jägerpfad'
absteigen und dann weiter in Richtung Blumenstein,
der im
Volksmund auch als 'Wichtelkirche' bezeichnet wird

... der Jägerpfad schlängelt sich
malerisch durch unzählige Wachholderbüsche dem
Hohen Dörnberg (578 m) entgegen; die
Wichtelkirche, die im hinteren Taleinschnitt liegt,
ist noch nicht zu sehen

... die Basaltspitze der Wichtelkirche
schaut hinter dem Wachholderhang hervor

... dem Jägerpfad weiter bis zur
Wichtelkirche folgen

... ein schmaler Hohlweg führt an
Gärten vorbei hinauf zum nahe gelegenen Blumenstein
(Wichtelkirche)

... die Wichtelkirche kommt in Sicht

Der Blumenstein, auch
Wichtelkirche genannt ; - auf das "Kirchendach"
führt ein Naturtreppenweg,
der "Kirchturm" selbst kann von geübten Kletterern
bestiegen werden (Absturzgefahr)

Die
Hinweistafel am Blumenstein des
ECO Pfad
Station 4 - Archäologie Dörnberg
gibt folgende Informationen:
Zwischen dem Kleinen Dörnberg im Nordwesten und dem
Hohen Dörnberg im Südosten (
ECO Pfad Station 3
)
liegt der "Blumenstein" genannte Basaltfelsen. Wegen
seiner Form wird er auch "Wichtelkirche" genannt. Wie der
Felsen zu seinem Namen kam erzählt eine alte Volkssage.
Auf der Wichtelkirche lag eine kleine mittelalterliche
Burg, von der keine baulichen Reste mehr erhalten sind.
Nur Mörtelspuren und Ziegelbruchstücke sind noch zu
finden. Am Fuß des Felsens befinden sich auf der Nordseite
unter dichten Hecken ein Wall und ein Graben.
Keramikscherben erlauben es, die ehemalige Burg in das 12.
und 13. Jahrhundert einzuordnen. Den schriftlichen Quellen
nach gehörte sie den Adligen von Blumenstein, die erstmals
1213 erwähnt werden. Die Familie von Blumenstein stand in
den Diensten der hessischen Landgrafen und lässt sich bis
ins Jahr 1445 nachweisen. Ihre Burg ist spätestens seit
1386 unbewohnt und dem Verfall preisgegeben. Etwa 300 m
südöstlich der Wichtelkirche konnte durch Keramikscherben
im Wiesengelände eine verlassene Dorfstelle (Wüstung) festgestellt werden. Es handelte sich um die zur
Burg
Blumenstein gehörende Wüstung Blumenstein. Sie wird 1308
und 1386 genannt. Bauliche Reste sind nicht erhalten.

... auf dem Turm der Wichtelkirche, der
erklettert werden kann
(Schwierigkeit II, sehr ausgesetzt, Absturzgefahr, keine
Sicherungen vorhanden )

... Blick vom "Kirchturm" der
Wichtelkirche auf die ehemalige Wüstung Blumenstein (im
Vordergrund)
und den Hohen Dörnberg (578 m)

... Blick von der Wichtelkirche auf die Helfensteine;
- mit einem zum Landeanflug ansetzenden Segelflieger

... von der Wichtelkirche geht es auf
dem Jägerpfad (2) hinauf auf das Weideplateau; -
über die Weideflächen wird auf den Hohen Dörnberg
aufgestiegen

... ein Blick zurück auf die
Wichtelkirche (Blumenstein)
Die Sage von der Wichtelkirche am
Dörnberg
Der Sage nach lebte hier ein Wichtelkönig mit seinem
Volk. Einst verliebte sich der König in eine schöne junge
Frau, die am Berghang Blumen pflückte. Eines Tages
erschien er ihr in Menschengestalt und bat sie, seine Frau
zu werden. Sie willigte unter der Bedingung ein, er müsse
Christ werden. Er versprach es ihr und sie setzten den Ort
und die Stunde der Vermählung fest. Der König ließ eine
Kirche mit Türmen und Säulen auf dem Berg errichten. In
einer Johannisnacht bei Vollmond betraten der Wichtelkönig
und die junge Frau die Kirche zur Trauung. Ihr Innenraum
erstrahlte im Glanz vieler lichter und süße Melodien
erklangen. Aber das Herz der Frau war mit seltsamer Angst
erfüllt, alles erschien ihr kalt und seelenlos. Als der
Priester die Braut fragte, ob sie ihren Auserwählten
heiraten wolle, antwortete sie zweifelnd mit "Nein". In
diesem Augeblick ertönte ein Donnerschlag, die Lichter
verloschen und der Berg erbebte. Die junge Frau fand sich
allein in der Johannisnacht. Wo die Kirche einst stand,
erhebt sich seither ein nackter, kahler Felsen.

... die Wanderung folgt nun dem
markierten - ECO Pfad Archäologie - auf den Hohen
Dörnberg

... die -
ECO Pfad
Station 3 - am Hohen Dörnberg; - im
Hintergrund der Helfenstein
Die - ECO Pfad Station 3 Archäologie - gibt folgende
Informationen:
Der
Dörnberg hat eine Höhe von 578,7 m über NN. Der
Untergrund besteht aus Muschelkalk, Tonen, Sanden und
Quarziten, die von Basalttuff überlagert sind. Sein nahezu
dreieckiges Plateau erhebt sich 250-300 m über die
umliegenden Täler und ist damit weithin sichtbar. Die
Hänge der fast ebenen, etwa 6,4 ha großen Fläche fallen
steil ab und bieten einen natürlichen Schutz. Auf der
Kante des Plateaus befindet sich ein umlaufender Ringwall
mit einem Tor im Osten. Der Wall ist auf der Innenseite
fast 1 Meter hoch erhalten, die Außenböschung ist
durchschnittlich noch 3 Meter hoch. Von Westen bis
Nordosten umziehen den Hang zwei weitere Wälle und Gräben.
Die Hochfläche selbst ist durch einen geradlinigen,
rechtwinklig abknickenden, kleinen Wall im Südosten
gegliedert. Auf dem Dörnberg haben bislang keine
planmäßigen archäologischen Untersuchungen stattgefunden;
dennoch sind wir aufgrund der Oberflächenfunde gut über
seine verschiedenen Besiedlungsphasen informiert.
Die
ältesten Belege stammen aus der Jungsteinzeit, der
Michelsberger Kultur (4200 - 3500 v. Chr.). Es sind
Keramikscherben, Pfeilspitzen und andere Artefakte.
Weitere Scherben mit Kammstrichornamenten und ein Spinnwirtel datieren in die jüngere vorrömische Eisenzeit
(6. - 1. Jahrhundert v. Chr.). Schließlich fanden sich
wenige frühmittelalterliche Scherben des etwa 8. und
Keramik des 11. bis 13. Jahrhunderts. Nach derzeitigem
Kenntnisstand (Frühjahr 2009) wird an der Hangkante
verlaufende Wall einer keltenzeitlichen Burganlage (6. -1.
Jahrhundert v. Chr.) zugewiesen. Vermutlich handelte es
sich um eine Holz-Stein-Mauer mit senkrechter Front
ohne vorgelagerten Graben. Dahinter lag ein Materialgraben. Das
Tor befand sich im Osten. Die Befestigung
wurde im frühen
Mittelalter (um 700) erneuert und offenbar zu einem
Stützpunkt der fränkischen Macht ausgebaut. Zu dieser
Bauphase zählen die beiden Wälle am Nordhang. Zugänge
befanden sich im Osten und Nordwesten.
Der kleine Wall auf dem Plateau ist kein Teil einer
Befestigung und datiert in die Neuzeit. Seine Bedeutung
ist
unklar. Nach der Überlieferung besetzte im Jahr 1071
Herzog Otto von Northeim, ein Widersacher von König
Heinrich IV., den in Sichtweite liegenden Hasunger Berg.
Seit dem 16. Jahrhundert heißt es, die Truppen des
Königs hätten sich zur selben Zeit auf dem Dörnberg
verschanzt. Die relativ zahlreichen Keramikscherben aus
dem 11. Jahrhundert könnten das bestätigen.

... Blick vom Hohen Dörnberg auf
Wichtelkirche und Kleinen Dörnberg

... Blick vom Hohen Dörnberg auf
das Gelände der ehemaligen Immelburg und den
Helfenstein

... Blick vom Hohen Dörnberg auf
das nächste Ziel den Hohlestein

... wild lebende Bergziegen auf dem Hohen Dörnberg

... Blockhütte am Fuß des Hohen Dörnberg mit Blick
auf den Hohlestein (ECO
Pfad Station 2);
- der Fußweg zum Hohlestein führt rechts an der
Hütte vorbei

... Schutzhütte unterhalb des Hohlestein

... Aufstieg zum Hohlestein
(476,6 m)

... die Kletterroute (Aufstieg) auf den
Hohlestein
(Schwierigkeit I - II)
Achtung: Der Aufstieg auf den Hohlestein ist
besonders bei Nässe schwierig und sollte nur von geübten
Kletterern durchgeführt werden. Die Naturparkverwaltung
weist daraufhin, dass jeder Aufstieg auf eigene Gefahr
geschieht und jede Haftung ausgeschlossen ist.

... auf dem Basaltfelsen "Hohlestein"
mit dem mysteriösen Wasserloch.
Die Informatonstafel -
ECO Pfad Station 2 - an der
Schutzhütte unterhalb des Hohlestein
gibt zum Naturdenkmal Hohlestein folgende
Informationen:
Der Hohlestein ist ein
steil aufragender, 476 m über NN hoher Basaltfelsen. Der
Fuß des Felsens wird von einem Steinwall umzogen, der sich
stellenweise an natürliche Felsrippen anschließt. Das
Befestigungswerk war ursprünglich wohl eine aufrecht
stehende Steinmauer, die zum Wall verstürzt ist. Der Wall
dürfte in die Eisenzeit datieren, da sich hier Scherben
der späteren Halstattzeit oder frühen Latenezeit (6. - 5.
Jahrhundert v. Chr.) fanden. Die Felsenkuppe bildet eine
kleine Fläche, in deren Mitte sich eine nahezu
quadratische Vertiefung von 2 m Seitenlänge und 1,2 m
Tiefe befindet. Das Loch, meist mit Regenwasser gefüllt,
ist nicht natürlichen Ursprungs, sondern von Menschenhand
in den Felsen geschlagen. Es wird erstmals 1641 erwähnt,
aber ohne Angaben zur Entstehung oder einstigen Funktion.
Vom Hohlestein stammen außerdem hochmittelalterliche Funde
aus dem 12./13. Jahrhundert. Sie deuten auf eine
Besiedlung des Felsens in dieser Zeit hin. Eine Nachricht
aus dem Jahr 1745 gibt an, auf dem 'Hohlestein' genannten
Berg sollen noch Trümmer eines einstigen Schlosses zu
sehen sein. Die heute noch sichtbare Vertiefung wird als
Brunnen bezeichnet. So ist anzunehmen, dass auf dem Hohlestein, wie auch auf der
Wichtelkirche (ECO
Pfad Station 4), eine Burg stand. Das Loch im Felsen
könnte demnach aus einer der beiden Besiedlungsphasen des
Berges stammen: der Eisenzeit oder dem Hochmittelalter. Die
Vertiefung hätte dann die Funktion einer Zisterne oder
eines Kellers gehabt. Ein weiterer Deutungsversuch steht
im Zusammenhang mit der in dieser Gegend nachgewiesenen
Eisenerzgewinnung im Spätmittelalter. Auch von der nahe
gelegenen Firnskuppe (zwischen Ahnatal-Heckershausen und
Kassel-Harleshausen) ist ein mehrere Meter tiefer Schacht
bekannt. Dort wurde der gescheiterte Versuch unternommen,
von der Felskuppe aus an das im Basalttuff vorkommende
Eisenerz zu gelangen. Vielleicht versuchte man auch auf
dem Hohlestein, einen Bergwerkschacht anzulegen. Der
härtere Basalt des Hohlestein verhinderte aber eine
größere Abteufung des Versuchsschachtes.
Das Rätsel um das Loch im Hohlestein ist noch nicht
gelöst.
Was mag es sein - eine Zisterne, ein Keller oder
ein aufgegebener Bergwerksschacht?
Mehr zum "Hohlestein"

... auf dem Weg vom Hohlestein
zurück zum Hohen Dörnberg

... vom Hohlestein wieder zurück am Fuß
des Hohen Dörnberg mit Blick auf den
Helfenstein,
meinem nächsten Ziel

... Blick aus Richtung Helfenstein
auf den Hohen Dörnberg

... Blick vom Helfenstein auf
das Fliegerlager der Segelflieger

Die
Informationstafel - ECO Pfad
Station 3 - am Naturdenkmal
Helfenstein
gibt folgende Auskunft:
Der Helfenstein
ist eine durch Erosion freigelegte Felsformation im
nördlichen Vorfeld des Dörnbergs.
Sie erreicht eine Höhe von 509,8 m über NN. Der
südöstliche, höhere Felsen wird im Osten durch einen
Steilabhang begrenzt. An seiner Westseite verläuft im
Halbrund ein kleiner Graben mit außen liegendem Wall. Er
ist maximal 1 m eingetieft, die Böschung erreicht im
Höchstfall eine Breite von 7 m. Keramikscherben fanden
sich am Fuß, auf und zwischen den Felsen. Sie können in
die Späthallstatt-/Frühlatenezeit, also das 6./5.
vorchristliche Jahrhundert, datiert werden. Zu den
Fundengehören der Fuß eines kelchartigen Gefäßes, ein
Spinnwirtel und ritzverzierte Scherben. Eine
eisenzeitliche Siedlung auf
dem Helfenstein erscheint wenig wahrscheinlich. Es
wurde daher vermutet, die Felsen seien ein
'umhegtes Natur-Heiligtum', an dem kultische Handlungen
ausgeführt wurden. Weiterhin stammen mittelalterliche
Scherben aus dem 12./13. Jahrhundert vom Helfenstein.
Die Funde und der benachbarte Flurname Immelburg
lassen auf dem Felsen eine kleine hochmittelalterliche
Burg vermuten. Demnach könnten Graben und Außenwall aus
der Zeit dieser Burg stammen.

Das gastliche
Dörnberghaus (Cafe / Restaurant) -
Öffnungszeiten

... und nach ca. 4 Stunden wieder
zurück am Ausgangspunkt (Parkplatz)
GPS-Koordinaten (Trek) der
Wanderung (32U/UTM - WGS84)
Standort / GPS-Messpunkt
|
Nördliche Breite
|
Östliche Länge
|
Höhe über Null
|
|
Parkplatz - Hoher Dörnberg (Ausgangspunkt) |
0523160 |
5691352 |
380 m |
|
Abzweig vom Alpenpfad zur Wichtelkirche (Blumenstein) |
0522408 |
5690078 |
345 m |
|
Wichtelkirche (Blumenstein) - ECO Punkt 4 |
0523540 |
5689847 |
402 m |
|
Hoher Dörnberg (TP -höchster Punkt) - ECO Punkt 3 |
0524167 |
5689300 |
579 m |
Blockhaus, unterhalb des Hohen Dörnberg und
südlich
der Immelburg, direkt am Weg zum Hohlestein |
0524363 |
5689463 |
512 m |
|
Hohlestein - ECO Punkt 2 |
0525305 |
5688955 |
469 m |
|
Helfenstein - ECO Punkt 1 |
0524238 |
5690120 |
492 m |
|
Dörnberghaus (Cafe & Restaurant) |
0523644 |
5690659 |
420 m |
Zurück am Parkplatz
(Ausgangs- und Endpunkt der Wanderung) |
0523160 |
5691352 |
380 m |
 |
 |
 |
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Bergtouren |
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