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Tourenbeschreibung
MARMOLADA
(westliche
Dolomiten)
Zeitraum: Sonntag, 05.07.2009 -
Freitag, 10.07.2009
1. Tag
( Anreise)
Kassel -
Brennerautobahn - Waidbruck - Canacai - Alba - Penia (1556
m).
Vom Parkplatz in Penia auf Weg 602 hinauf zum Rif.
Contrin (2016 m). Übernachtung.
Gehzeit vom Parkplatz zum Rifugio Contrin: 1 Std. 45 min (4 Km/ 500hm)
2.
Tag
(Eingehtour) Besteigung des Col Ombert (2670
m)
Ab dem Rif. Contrin (2016 m) auf Weg 607 östlich in
Richtung Passo di Ombettola aufsteigen und zwar bis
zur markierten Weggabelung der Wege 607 und 609. Nun witer
auf dem Weg 609 in
Richtung Passo Pasche. Unterhalb des Passo Pasche
führt ein mit Steinmännchen markierter und ausgetretener
Pfad rechts ab in das steile Geröllfeld der Col Obert
Ostwand, der aber unschwierig
zu gehen ist. Der Weg führt direkt auf den Gipfel, wobei
sich im oberen Teil leichte Kletterei (I+)
anschließt. Abstieg über den steil nach unten führenden
Klettersteig (stellenweise schwierig) zum nahe gelegenen
Rifugio Nicolo (2340 m). Pause. Danach ein kurzer
Abstecher auf den direkt vor der Hütte liegenden
unscheinbaren Aussichtsberg Vernadais (2365 m).
Markant ist an diesem Berg lediglich die nach Norden steil
abfallende Wand. Vom Rifugio Contrin aus gesehen
wirkt der Vernadais eindrucksvoller, als er
in Wirklichkeit ist. Trotzdem ist er wegen der sich
bietenden Aussicht in das Val di Contrin ein
lohnendes Ziel. Auf dem Weg 608 geht es wieder zurück zum
Rifugio Contrin. Übernachtung.
Tourenzeit mit Pausen und Abstechern zu alten
Kriegsstellungen: ca. 7 Stunden
3. Tag
Besteigung der MARMOLADA (Punta Penia - 3343 m) - mit
unfreiwilliger Gipfelübernachtung
Hinweis: Steigeisen und Pickel
zur Sicherheit mitführen !
Ab Rif.
Contrin (2016 m) auf Weg 606 bis zur Marmoladascharte
(2910 m). Von hier über die berühmte Via Ferrata Marmolada
(Hans-Seyffert-Weg) auf
den Hauptgipfel der Marmolada, der Punta Penia (3343 m).
(Zwangs-)Pause im Gipfel-Rifugio (50 m unterhalb des
Gipfelkreuzes), wegen eines plötzlichen Wetterumbuches
(Gewitter mit Schneesturm), der uns zur Übernachtung im
ungastlichen, feuchten Schlafgemach der Gipfelhütte
zwingt.
Gehzeit: ca. 6 Stunden / Hm 1227 m im Aufstieg
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"Cappana Punta Penia"
(Gipfelhütte der Marmolada) ,
Hüttentelefon (0039) 0462 / 764207 (wird laut
Hüttenwirt abgemeldet, da zu teuer)
Hütteninfo |
4.Tag
Abstieg von der MARMOLADA (3343 m) zurück nach Penia (1556
m)
Auf dem
'Normalweg' steigen wir nach einer feuchtkalten Nacht vom Gipfel
über den Marmolada-Gletscher bis zur Seilbahnstation beim
Rifugio Fiacconi (2625 m) ab (II). Pause. Von dort
wandern
wir nach einer ausgiebigen Pause zunächst auf dem Weg 606
neben der Seilbahntrasse talwärts in Richtung Fedaiasee.
Kurz vor dem Col de Bous (2494 m) zweigt
teilt sich der Weg, und wir gehen noch ca. vier Stunden auf
dem Steig 619 talwärts bis zu unserem geparkten Auto nach Penia zurück. Anschließend fahren wir von Penia wieder
hinauf zum Fedaiasee und beziehen ein Appartement
im Berghotel "Rifugio Dolomia" (sehr zu empfehlen!).
Übernachtung.
Gehzeit: ca. 7 Stunden / Hm 1987 m im Abstieg
5. Tag (Klettersteig 'Trincee')
Klettersteig „Via Ferrata delle Trincee”
Begehung des Trincee Klettersteiges und nochmalige
Übernachtung im Berghotel "Rifugio Dolomia" am Fedaiasee.
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Routenbeschreibung Klettersteig "Trincee":
Zustieg
vom See 1:15 h ; Abstieg zum See 1:30 h ; Klettersteig
3:30 h (ohne Stau)
Charakter:
Historisch sehr interessanter Sportklettersteig, der
über luftige Grate und lange Kriegsstollen einem Kamm
entlang verläuft. Zum Teil sehr schwierig.
Was diesen Klettersteig von anderen Dolomitensteigen
unterscheidet ist das dunkle Konglomeratgestein,
glatter und griffarmer Fels an den man sich erst
gewöhnen muss. Vor allem auf den ersten Klettermetern,
mit der Schlüsselstelle (eine glatte und steile
Platte) muss man bei großem Andrang etwas Geduld
haben (lange Wartezeiten einkalkulieren oder sehr früh
aufbrechen).
Durch die Talnähe und die geringe Gipfelhöhe ist der
Steig auch bei nicht so stabilem Hochdruckwetter
interessant. Beim Ausgangspunkt an der Staumauer und
Rückweg auf der südlichen Seite des Fedaiasees ergibt
sich eine schöne Runde mit schönen Ausblicken auf
Sella und Pordiojoch im Norden und der Marmolada im
Süden.
Beschreibung:
Vom Einstieg quert (B) man zur glatten Einstiegswand
(D), über diese erreicht man eine Rissverschneidung
(C/D und C), die nach oben hin flacher wird (A). Nach
einem kurzen Aufschwung (C) kommt eine luftige, aber
leichte Plattenquerung (B) die einen um eine Kante
führt (C). In einer weiten Verschneidung aufwärts (B)
bis man über Platten den Grat erreicht (C). Nach
kurzem Auf und Ab kommt man zur Brücke (A) und trifft
nach einer Flachpassage auf ein kurzes Steilstück
(C/D, in diesem Bereich kann man auch ungesichert zum
höchsten Punkt) von dem man wieder zu einer Scharte
absteigt (C und B; in der Scharte Fluchtmöglichkeit).
Nun weiter - teilweise versichert - bis man (an alten
Stellungen vorbei) auf das erste kurze Stollenloch
trifft. Danach weiter (teilweise versichert; bis B)
bis man an der Südseite zu aufsteigenden
Seilsicherungen kommt. Über diese (B/C) erreicht man
den langen Stollen (300m) der einen zum Ende des
Steiges beim Biwak Bontadini (2552 m) leitet. Hier
kann man noch unschwierig den Gipfel der Mesola
besteigen (schöner Wiesengipfel mit guter Aussicht,
Abstieg auf dem Aufstiegsweg).
Bemerkung zu den Versicherungen:
Sehr gut mit Stahlseilen versichert - keine
Trittstifte vorhanden.
Ausrüstung:
Komplettes Klettersteig-Set, Helm und eine Stirnlampe;
ggf. Bandschlinge und Karabiner falls es im steilen
Einstieg zum Stau kommt (entlastet die Arme ungemein
...)
Zustieg zur Wand:
Vom Rif. E. Castiglioni die Hauptstraße queren und auf
markiertem Weg zur Porta Vescova (2478 m); nun rechts
weiter zum Einstieg des Steiges an der Kante des Bec
da Mesti.
Höhe Einstieg: 2550 m
Abstieg:
Vom Biv. Bontadini (2552 m) auf markiertem Weg hinter
zum Rif. Bontadini (2552 m) und ab der Hütte auf einer
Schotterstraße hinunter zur Hauptstraße am Fedaiasee.
Kurz der Straße folgen und über die „Oststaumauer“ auf
die andere Seite und dem See entlang zu den Häusern im
Bereich der großen Staumauer und über diese zurück zum
Auto. Alternativ kann man auch oben zurück zur Porta
Vescova gehen und über den Aufstiegsweg zum See
absteigen.
Bemerkungen:
Auf jeden Fall eine
Stirnlampe mitnehmen!
- am Ende befindet sich ein ca. 300m langer
Kriegsstollen.
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6. Tag (Heimreise)
Nach dem Frühstück fahren wir über die
Brennerautobahn und Fernpass zurück nach Hause.
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