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Mosesberg
(2285 m)
(auch unter Berg Sinai, Horeb,
Gabal
Mūsā, Gabal Sīnā oder
Dschebel Mussa bekannt)
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Ägypten
- Sinai - Berg Sinai (Horeb) |

Kartenausschnitt |
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04./05.
Juni 2010 |
Meine Tour auf den Berg Sinai
(hebr. הר
סיני), der sich auf der Sinai-Halbinsel
2.285 m hoch
erhebt.
Er heißt auf arabisch جبل موسَى Gabal
Mūsā, „Mosesberg“ (auch
Gabal Sīnā' / جبل سيناء).
Die Nabatäer nannten diesen Berg um 100 v. Chr.
Dschebel Mussa (Moseberg), weil Moses nach
biblischer Überlieferung auf diesem
Berg von
Gott die 10 Gebote empfangen haben soll |

Unser Urlaubsdomizil am Roten Meer
(Sinai / Golf von Akaba), ca. 6 Kilometer südlich von Dahab.
Traumhafte
Strände,
an die sich die Wüstenlandschaft des Sinai nahtlos
anschließt.
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unsere schöne Hotelanlage
"Happy Life Village ****" direkt vor den steil
aufsteigenden Bergfronten
des Sinai. An einem Nachmittag entschließe ich mich (trotz
Temperaturen von ca. 40°), auf die
Bergkette hinter unserer Anlage zu
steigen. Vier Liter Wasser in den Rucksack und los geht es
...
(Aufstiegsweg siehe Vergrößerung)

Vom Grat der Gebirgskette
(ca. 450 m über Meeresspiegel) bietet sich ein herrlicher
Blick
über den Golf von Akaba und die Stadt
Dahab im Hintergrund

... der ausgesetzte Grat
lädt trotz der Hitze zu einer Gratwanderung ein.
Nach dieser Trainingseinlage, steht nun der Mosesberg
(2285 m) auf meinem Programm ...
Der
Berg Sinai (Mosesberg)
Mit
einer Höhe von 2285 Metern erhebt sich der Berg Sinai über
dem Katharinenkloster (1585 m) und gilt als der heilige
Berg, auf dem Moses vierzig Tage verweilte, um die Tafeln
mit den Zehn Geboten von Gott zu erhalten. Der Berg Sinai
wird in der arabischen Welt auch Gebel Musa, was
soviel wie ‚Mosesberg’ bedeutet, genannt. Auch Namen wie
Berg Sinai, Horeb,
Gabal
Mūsā, Gabal Sīnā oder
Dschebel Mussa sind geläufig.
Den Berg Sinai bei bis zu 40° Celsius zu erklimmen ist ein anstrengendes aber
lohnendes Ziel, wenn man den eindrucksvollsten Sonnenaufgang
im Sinai sehen möchte. Allerdings ist man auf dem
Normalweg (Kamelweg) nie allein, da in der Regel hunderte
von Menschen aller Nationen und Religionszugehörigkeiten
täglich den Mosesberg erklimmen wollen.
Zwei Wege führen zum Gipfel hinauf:
Einmal der Weg über die Stufen der Buße (Sikket Sayidna
Moussa). Ein Mönch
soll einst die 3750 Stufen als Buße in den Fels gemeißelt
haben. Auf der unendlich erscheinenden Treppe zum Gipfel
befindet sich auch das Beichttor. Dort wurde früher
den Pilgern die Beichte abgenommen.
Wer sich das anstrengende Stufensteigen ersparen will,
sollte
den kurvenreichen Pfad (Trampelpfad und Kamelweg) wählen, der direkt hinter dem Katharinenkloster beginnt.
Dieser Pfad (Sikket el Basha) wird nachts als Aufstiegsweg
empfohlen.
Auf beiden Wegen benötigt der durchschnittliche
Bergwanderer ca. 2,5 Stunden bis zum Gipfel. Auf dem zum Gipfel führenden
Pfad (Sikket el Basha) trifft der Wanderer immer wieder auf Beduinen mit
Kamelen, die konditionsschwachen Wanderern ihre Dienste
bis zum Eliasbecken anbieten und nur deren Bestes
wollen, - ihr Geld . Beim Eliasbecken
findet sich auch eine 500 Jahre alte Zypresse. An der
Stelle, wo sie wächst, soll laut biblischer Überlieferung
Gott zu Elias gesprochen haben. Von hier aus sind es aber
immer noch 750 Stufen bis zum Gipfel des Mosesberges. Auf dem Gipfel des Berges Sinai
(2285 m) steht die Dreifaltigkeitskapelle. Vom Gipfel des Berg Sinai aus
bietet sich ein atemberaubender Blick über den gesamten
südlichen Sinai und hinauf bis zum Golf von Akaba. Egal,
aus welchem Grunde man sich die Strapazen des Aufstieges
auferlegt, - die grandiose Aussicht ist (trotz der vielen
Menschen) den Aufstieg
wert.
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Am Freitag, den 04.06.2010, gegen 23.30
Uhr, werde ich von unserem Hotel Happy Life Village /
Dahab abgeholt und in einer zweistündigen Fahrt geht es
durch die Wüste bis zum Katharinenkloster (1585 m).
Unzählige Menschen aus der ganzen Welt haben sich an
diesem Morgen vorgenommen den Mosesberg zu besteigen. Auf
dem so genannten Normalweg (Sikket el Basha) quälen sich Mensch und Kamel in
Richtung Mosesberg. Beduinen mit Kamelen bieten
konditionsschwachen Bergwanderern ihre Dienste an. Auf
engstem Raum drängen sich Menschen und Kamelkolonnen den
Berg hinauf. Ich halte mich nicht lange am Katharinenkloster auf und laufe sofort los. Ich überhole
bereits gestartete Kamelkarawanen und Reisegruppen, die
bereits nach wenigen Metern schwächeln. Die Temperatur
liegt um 02.00 Uhr bei ca. 25 Grad ...
Wichtigste Utensilien für diese Tour:
Genügend Wasser,
Taschenlampe und eine Jacke, da es auch mal kühl werden
kann !

Nach einem zweistündigen Marsch (... ohne
Kamelunterstützung) stehe
ich um 04.00 Uhr auf dem Gipfel des Mosesberges (2285 m)
und warte mit einigen hundert Menschen auf den
Sonnenaufgang.

... gegen 05.30 Uhr ist es dann soweit,
- unbeschreiblich schön geht die Sonne über dem Sinai auf!

... ein fantastisches Farbenspiel

... mit Aufgang der Sonne, wird es
schlagartig heiß in der Wüste

Auf dem Gipfel befindet sich eine
Moschee aus dem 12. Jahrhundert und die Kapelle der
heiligen Dreifaltigkeit, welche im Jahre 1934 auf den
Ruinen einer unter Kaiser Justitian I. zwischen 548 und 565
erbauten Kapelle errichtet wurde

... Blick in den Sinai

Blick vom zweithöchsten Berg Ägyptens,
dem Mosesberg (2285 m), auf den höchsten Berg Ägyptens,
den Katharinenberg ( 2637 m), auf dessen Gipfel zu Ehren
der heiligen Katharina eine Kapelle
erbaut wurde.

... ganz schwach ist im Dunst der Aufstiegsweg
(Sikket el Basha) zu erkennen,
der in der Nacht bewältigt wurde

... nach dem Sonnenaufgang geht es an
den Abstieg vom Mosesberg

... Menschenmassen quälen sich 750
Steinstufen zur "Kamelhaltestelle" hinunter.
Bergromantik ist etwas ganz anderes und will auch gar nicht
recht aufkommen ...

... reges Geschäftstreiben
(Beduinen-Basar) auf ca. 2000 m Höhe. Mein Bestreben ist es,
die Menschenmassen hinter mir zu lassen und auf dem
schwierigeren Weg "Sikket Sayidna Moussa" (ursprünglicher
Mosesweg)
zum Katharinenkloster abzusteigen.

Da der schwierigere Weg (Sikket Sayidna
Moussa) nicht ausgeschildert ist, frage ich einen
Beduinenjungen.
Eine 5 Pfundnote (ca. 80 Cent) hilft seinem Gedächtnis auf
die Sprünge und er zeigt mir den Abstiegsweg,
der sich in
unmittelbarer Nähe des 'Beduinen-Basar' befindet. Der Weg (Sikket
Sayidna Moussa) zweigt an dieser Stelle links ab und führt
hinunter zu den drei Zypressen, wo auch der im nächsten
Bild zu sehende Wegweiser steht.

... der Wegweiser zum "Sikket Sayidna
Moussa" wurde vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen
'versteckt' aufgestellt, da die Beduinen wollen, dass die
Touristen den Normalweg benutzen. An diesem bieten
sie in kleinen Hütten-Cafes neben Getränken auch Speisen an; - und natürlich
auch wieder Kameltransporte
hinunter zum Katharinenkloster.

... das Eliasbecken; - an
dieser Stelle soll laut biblischer Überlieferung Gott zu
Elias gesprochen haben.

... allein in traumhafter, biblischer Landschaft

... Felsen, Felsen, Felsen

... das Beichttor, an dem früher den
Pilgern von einem Eremiten die Beichte
abgenommen wurde

... über treppenartig gelegte
Felsplatten führt der Weg hinunter zum Kloster

... vorbei an einer verschlossenen
Kapelle

... die Hitze zwingt immer wieder zu
einer Pause

... beeindruckende Felswände säumen den
Weg

... das Katharinenkloster kommt
erstmals in Sicht

... gleich ist der Abstieg geschafft

... der Weg führt, an frühzeitlichen
Ausgrabungsstätten vorbei, direkt zum Katharinenkloster

...
ein Blick zurück auf den Abstiegsweg (Sikket
Sayidna Moussa).
Die Vergrößerung zeigt die Wegführung.

Das Katharinenkloster ist gegen 09.00
Uhr wieder erreicht

... vom gegenüberliegenden Berghang
hat man einen Einblick in das Kloster
und erkennt die beiden möglichen
Wege auf den Mosesberg. In der Vergrößerung sind die
Wegführungen eingezeichnet; -
ROT = Sikket Sayidna Moussa (Mosesweg)
BLAU = Sikket el Basha (Normalweg/ Kameltrampelpfad)

Der Klosterkomplex, der größtenteils
für Besucher nicht zugänglich ist.
Seit 2002 gehört das Kloster zum UNESCO-Welterbe.
Informationen zum Katharinenkloster

Christliche Kirche und Moschee stehen
sich gegenüber und bilden eine
Art Schutzgemeinschaft

Der Mosesbrunnen an dem Moses
laut biblischer Überlieferung sein
Vieh getränkt haben soll

... an dieser Stelle soll sich der
brennende Dornbusch befunden haben, aus dem Gott
zu Moses
gesprochen haben soll. Schenkt man den Ausführungen des
Klosterführers Glauben, handelt es sich bei diesem Busch
um einen Ableger des einst brennenden Dornbusches;
- wer weiß ...

... nach der Klosterführung komme ich
an der Klosterküche vorbei; ägyptische "Raubkatzen" warten
sehnsüchtig auf ihre tägliche Fütterung

... vom Kloster geht es ca. 1 Kilometer
talwärts zum Zentralparkplatz. Abfahrt des Busses ist,
nach einer anstrengenden und schlaflosen Nacht, um 10.30
Uhr.

... bis Dahab müssen wir
insgesamt vier Polizei-Kontrollstellen passieren, da die
angespannte
Sicherheitslage im Sinai diese Maßnahmen erforderlich
machen.
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Hintergrund:
Am 07.10.2004 explodierten vor dem Hilton Taba
und im Beduinen-Camp (Moon Island Village) bei Nuwaiba
Autobomben, es wurden mindestens 34 Menschen getötet.
Als Urheber wird die Terrororganisation al-Qaida
vermutet. Im größten Badeort der Halbinsel Sharm
El-Sheikh sind zudem bei mehreren
Terroranschlägen am 23.07.2005 mindestens 88 Menschen
getötet und über 100 verletzt worden. Am 24.04.2006
gegen 19.15 Uhr Ortszeit fand ein Terroranschlag mit
Explosionen an drei eng zusammen liegenden Stellen im
Zentrum des Ortes Dahab statt. Es gab über 25 Tote und
viele Schwerverletzte. Seit der verstärkten
Polizeipräsenz kam es seit 4 Jahren zu keinen weiteren
Terroranschlägen.
Aktuelle
Sicherheitshinweise für Ägypten und Sinai -
Auswärtiges Amt
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... gegen 13.30 Uhr bin ich 'hundemüde'
wieder in der Hotelanlage und erhole mich von
meiner erlebnisreichen Tour auf den Mosesberg.
FAZIT
Eine
erfahrungsreiche Bergwanderung, die einem aufzeigt, was
'Massentourismus' wirklich ist.
Wer den Mosesberg besuchen will, dem sei geraten, den so
genannten Normalweg
(Sikket el Basha), der auch von den Kamelkarawanen benutzt
wird, zu meiden und dafür den zwar steileren, aber
ruhigeren und schöneren
Treppenweg (Sikket Sayidna Moussa),
d.h. den ursprünglichen Mosesweg,
zu wählen. Alles in allem eine anstrengende Tour in
biblischer, traumhaft schöner Wüstenlandschaft ...
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